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vom 03.03.2010 Tommi Melkko ist der Sohn finnischer Eltern - in Vancouver war er Sprecher des deutschen Teams
Bodenmais/Vancouver. Wer als Pressesprecher der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Vancouver dabei war, hatte nicht übermäßig viel Grund zum Jubeln - könnte man meinen. Tommi Melkko (31) widerlegt diese These: Der Sprecher der DEB-Auswahl, aufgewachsen in Bodenmais, genoss trotz des stressigen Jobs und des mäßigen sportlichen Erfolgs die Spiele in vollen Zügen. Und auch jubeln durfte er schließlich: Melkko ist finnischer Staatsbürger und konnte sich über die überraschende Eishockey-Bronzemedaille seiner Landsleute freuen. Zur Welt gekommen ist Tommi Melkko in Krefeld, aber schon mit drei Wochen wurde er zum Bodenmaiser. Seine Eltern, beide aus Finnland stammend, zogen nach Bayern, Tommis Mutter übernahme in Bodenmais eine Zahnarztpraxis. Und sein Vater wurde ganz nebenbei zum „Geburtshelfer“ für den finnischen Nationalsport im Bayerwald, er war Mitgründer des ERC Regen. Klar, dass der Sohn schon mit sechs Jahren zum ersten Mal auf Schlittschuhen stand. Etwa sieben Jahre spielte Tommi für den ERC, dann wechselte der Gymnasiast zum Nachbarclub in Deggendorf. Seinen Wehrdienst leistete der Bodenmaiser in Finnland ab. Dort blieb er seinem Sport ebenso treu wie während des Studiums an der deutschen Sporthochschule in Köln. Ab 2005, Melkko hatte jetzt das Diplom als Sportwissenschaftler in der Tasche, war er einige Jahre für eine PR-Agentur tätig. Der Draht zum deutschen Eishockey-Bund (DEB) war immer da. Auch deshalb, weil Melkkos Vater zeitweise Trainer der deutschen U-16-Nationalmannschaft war. Und so bewarb sich Melkko 2008 beim DEB in München als Mann fürs Marketing, für Events und Kommunikation. Eigentlich erst für die Eishockey-WM, die im Mai in Deutschland stattfindet - dass er dann Olympia auch noch mitnehmen konnte, umso besser. „Ich musste nicht lange überlegen, ob ich den Job machen möchte“, erzählt er. Und so ist er jetzt wieder in den Süden, nach München, zurückgezogen. Bei Olympia hatte sich Melkko in erster Linie um die Pressearbeit rund um die Nationalmannschaft zu kümmern. Zusammen mit einer Kollegin hatte er den umfangreichen Media-Guide der deutschen Mannschaft mit Spielerinfos, Statistiken, Bildern für die Journalisten vor Ort erstellt. In Vancouver war Melkko Einzelkämpfer. Das Verfassen der Spielberichte, Aktualisierung der Homepage, Koordinierung von Interviewanfragen, Organisieren von Pressemeetings, Begleiten von Spielern oder Mitgliedern der Mannschaftsführung zu Interviews, Pressegesprächen oder Studiobesuchen, Übersetzungsarbeiten - all das füllte Melkkos Tage ebenso aus wie die Mithilfe bei der allgemeinen Organisation rund um das Team. Hin und weg war Tommi Melkko von der Eröffnungsfeier - „für mich eines meiner persönlichen Highlights bis jetzt“, schwärmt er. Als Sportler hat er oft von Olympia und vom Einmarsch bei der Eröffnungsfeier geträumt. „Mir war natürlich irgendwann klar, dass ich das als Sportler niemals schaffen würde - dass es jetzt als Offizieller geklappt hat, freute mich umso mehr.“ Mitten drin im deutschen Pulk ist Melkko, als Bobfahrer André Lange kurz vor dem Einmarsch in das BC Place Stadion die deutsche Fahne in der Luft schwenkt, sich kurz zur versammelten Mannschaft umdreht und mit einem „Auf geht’s!!!“ die ersten Schritte in Richtung Einmarschrampe macht. „Der Einlauf durch das Tor in das Stadion war einfach überwältigend, man läuft wie im Traum in eine riesige Menschenmenge hinein“, erzählt Tommi Melkko. Er war erst kurz vor Ende der Stadionrunde in der Lage, Fotos zu machen. Auch wenn der junge Bayerwäldler vor allem zwischen Trainingshalle, Medienzentrum und dem Canada Hockey Place unterwegs war: Eine Stadtrundfahrt und ein Ausflug zum Hausberg von Vancouver, dem Grouse Mountain mit seiner grandiosen Aussicht waren immerhin drin. Rein sportlich verbucht Melkko das Turnier vor allem als großen Erfahrungsgewinn für das deutsche Team. Auch von der Atmosphäre her: „Eishockey in Kanada ist Religion“, hat Melkko beobachtet, „und es war schön zu beobachten, mit wieviel Respekt und Achtung auch unsere Nationalspieler behandelt wurden und welche Aufmerksamkeit sie bekommen haben.“ - jf Mehr von Tommi Melkko lesen Sie im Online-Dossier unter www.pnp.de/regen. Um den Kommentar abzuschicken geben Sie bitte den Text aus der Grafik in das Captcha-Feld ein. | ||||||||||||||||

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